Über FEMIA
Leitbild
Wer wir sind
FEMIA – Bildung und Kultur für Migrantinnen ist ein Verein im Sinne von Art 60ff. ZGB mit Sitz in Zürich. Der Verein ist gemeinnützig, politisch und konfessionell neutral.
Sinn und Zweck des Vereins ist es, die Partizipation von Migrantinnen am Leben in der Schweiz zu fördern. Der Betrieb wird gemäss den Statuten und dem internen Organisationsreglement geführt.
Zur Erfüllung dieser Aufgaben arbeiten wir mit öffentlichen und privaten Institutionen zusammen, sind gut vernetzt und pflegen den Austausch über verschiedene Integrationsthemen.
Was wir machen
FEMIA führt spezielle Deutschkurse und Veranstaltungen für fremdsprachige Frauen durch. Viele sind nicht berufstätig oder nur teilweise, deshalb finden unsere Kurse tagsüber statt. Unsere Angebote richten sich insbesondere an langsam Lernende, also Menschen, die früher in ihrem Leben wenig bis keinen Zugang zu formaler Bildung hatten, oder solche, die eine sonstige Sprachlernschwierigkeit haben und deshalb in normalen Deutschkursen überfordert sind. Unser Kommunikationstraining ist besonders für diejenigen geeignet, die wenig Möglichkeiten haben, Deutsch zu sprechen.
Durch die Aktivitäten von FEMIA werden die Kompetenzen und Ressourcen der Migrantinnen im sozialen, beruflichen und kulturellen Bereich erweitert und ihre Selbständigkeit gefördert, so dass sie ihr Leben selbstbestimmter gestalten können. Unsere Deutschkurse stehen auch Männern offen, wenn es für sie das richtige Angebot ist.
Unsere Deutschkurse vermitteln nicht nur Sprache, sondern auch kulturelle Elemente der schweizerischen Lebenswelt, damit der Kontakt mit der Arbeitswelt oder mit anderen ausserhäuslichen Tätigkeiten erleichtert wird. Wir fordern deshalb von den Kursteilnehmer*innen die Einhaltung von Verbindlichkeiten wie z.B. regelmässiger Kursbesuch, Engagement für den Kurs, Pünktlichkeit und Abmeldung im Verhinderungsfall.
Parallel zum Unterricht betreuen unsere qualifizierten Kinderbetreuer*innen die Kleinkinder der Kursteilnehmer*innen im gleichen Gebäude, was ebenfalls eine wichtige erste Integrationserfahrung bedeutet, sowohl für die Kinder als auch für ihre Mütter.
Wie wir es machen
Unser Umgang mit den Lernenden ist immer lebensbezogen und ressourcenorientiert. Wir wollen die Eigenkompetenz der Migrantinnen stärken und ihnen ein wertschätzendes und entspanntes Lernklima bieten.
Die Wahrung der persönlichen Integrität der Einzelnen und der gegenseitige respektvolle Umgang miteinander sind uns sehr wichtig. Professionalität und pädagogischer Ethos sind für unsere Kursleiter*innen selbstverständlich.
Im Sinne einer leistungsorientierten Arbeitsweise überprüfen wir regelmässig die Wirkung unserer Angebote und passen sie bei Bedarf den Bedürfnissen und den Vorkenntnissen der Lernenden an. So haben wir schon verschiedene spezifische Deutschkurstypen für unsere spezielle Zielgruppe entwickelt.
Bevor wir eine interessierte Person aufnehmen, erheben wir ihre Deutsch-Vorkenntnisse separat im Schriftlichen und im Mündlichen. Bei dieser persönlichen Abklärung schätzen wir auch das Lernpotenzial ein, damit sie in die richtigen Kurse eingeteilt werden kann. Wir klären auch die Bedürfnisse und die zeitlichen Ressourcen der interessierten Person ab und leisten Unterstützung bei organisatorischen Problemen.
Wir lassen uns leiten von den massgeblichen Grundsätzen und den aktuellen Erkenntnissen der Erwachsenenbildung, z.B. in Bezug auf die Individualisierung des Unterrichts und auf einen angemessenen Umgang mit Diversität. Wir respektieren die Vielfalt von Wirklichkeiten und deren Einfluss auf das Lernen.
Unsere Aktivitäten werden zu einem Teil mit staatlichen Geldern unterstützt. Wir halten deshalb die verschiedenen Vorgaben und Qualitätsanforderungen ein, rapportieren regelmässig und werden regelmässig überprüft.
Zürich, im Oktober 2021